EIBOR
Evangelisches Institut für Berufsorientierte Religionspädagogik

Seit 01. September 2008 existiert an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen am Lehrstuhl für Religionspädagogik, Prof. Dr. Friedrich Schweitzer, das Evangelische Institut für Berufsorientierte Religionspädagogik, kurz: EIBOR. Das Institut soll den BRU stärken und unter religionsdidaktischen Gesichtspunkten weiter entwickeln.



Projekt Interreligiöses Lernen

Unsere Interventionsstudie zum interreligiösen Lernen befindet sich nun im Hauptlauf.

Herzlichen Dank an alle Lehrkräfte und Schulen, die sich an unserer Studie beteiligen und somit einen wichtigen Beitrag zur Unterrichtsforschung im BRU leisten!



NEUERSCHEINUNG


Ethische und interreligiöse Kompetenzen in der PflegeHeinrich Merkt, Margit Schlipf, Friedrich Schweitzer, Albert Biesinger (Hrsg.)

Ethische und interreligiöse Kompetenzen in der Pflege

Unterrichtsmaterialien für die Pflegeausbildung

1. Auflage 2014
190 Seiten kartoniert
ISBN 978-3-525-70212-3
Vandenhoeck & Ruprecht










Heinrich Merkt, Friedrich Schweitzer, Albert Biesinger (Hrsg.)

Interreligiöse Kompetenz in der Pflege

Pädagogische Ansätze, theoretische Perspektiven und empirische Befunde


1. Auflage 2014
272 Seiten, br
oschiert
ISBN 978-3-8309-3162-1
Waxmann







Bericht von der Fortbildung "Ethische und interreligiöse Kompetenzen in der Pflege"

Mit der Fortbildung "Ethische und interreligiöse Kompetenzen in der Pflege" kam am 26. September 2014 in Tübingen das gleichnamige Projekt nach dreijähriger Laufzeit zu einem gelungenen Abschluss.

Den knapp 100 Teilnehmenden wurde die ebenfalls unter gleicher Überschrift beim Verlag Vandenhoeck und Ruprecht neu erschienene Publikation „Ethische und interreligiöse Kompetenzen in der Pflege" präsentiert. Diese beinhaltet Unterrichtsmaterialien in neun Modulen, die ethisch und interreligiös bedeutsame Handlungsfelder in der Pflege identifizieren und didaktisch aufbereiten.

In neun Workshops konnten die Teilnehmenden – überwiegend Lehrkräfte an Pflegeschulen – einen Einblick in Aufbau und Inhalt der Module erhalten. Die Workshopreferenten, die an der Entwicklung der Module beteiligt waren, gaben einen Überblick über den Aufbau und den kompetenzorientierten Verlauf der Unterrichtseinheiten. Dadurch, dass jeder Workshop zweimal angeboten wurde, konnte jeder Fortbildungsteilnehmer im Laufe des Tages bis zu 4 Workshops besuchen und sich so für die Unterrichtspraxis an seiner Pflegeschule rüsten.

Zur Einführung in die Veranstaltung am Vormittag gaben Prof. Dr. Friedrich Schweitzer und Prof. Dr. Albert Biesinger als Leiter der beiden Institute für Berufsorientierte Religionspädagogik (EIBOR und KIBOR), einen Überblick über die Projektziele und ihre aktuelle Bedeutung im Pflegekontext. Heinrich Merkt referierte in seiner Funktion als Projektmanager und wissenschaftlicher Mitarbeiter über die Evaluation der Unterrichtsmodule, die insgesamt positive Effekte im Hinblick auf die Förderung ethischer und interreligiöser Kompetenzen in der Pflege nachweisen konnte. Hier sei auf die bei Waxmann erschienenen Publikation verwiesen: „Interreligiöse Kompetenz in der Pflege. Pädagogische Ansätze, theoretische Perspektiven und empirische Befunde, hrsg. von Heinrich Merkt, Friedrich Schweitzer und Alter Biesinger.

In der Plenumsrunde zum Abschluss der Veranstaltung wurde die Aktualität interreligiöser Kompetenz in der Pflege bekräftigt. In diesem Zusammenhang wurde besonders die durch Murat Kaplan in das Projekt eingebrachte Islamexpertise gewürdigt.

(Hanne Schnabel-Henke)

Link zum Flyer der Veranstaltung




Interdisziplinär-internationales Symposion am 18. & 19. September 2014 Bericht

Interreligiöse und interkulturelle Kompetenz in der Ausbildung für den Elementarbereich

Unsere zunehmend kulturell und religiös plurale Gesellschaft erfordert schon früh eine Erziehung und Bildung, die diese Pluralität nicht ausgrenzt, sondern sie im Gegenteil besprechbar und erfahrbar macht. Die Vermittlung von interreligiöser und interkultureller Kompetenz stellt somit einen immer wichtiger werdenden Bestandteil in der Ausbildung von ErzieherInnen dar. ErzieherInnen sollen pädagogisch kompetent mit interreligiösen und interkulturellen Inhalten, Situationen und Fragestellungen umgehen sowie entsprechende Werthaltungen erklären und bei den Kindern unterstützen können.

Doch wird diese Kompetenz während der Ausbildung schon ausreichend vermittelt? Fühlen sich ErzieherInnen kompetent genug, in ihrer späteren Arbeit mit den Kindern religionspädagogisch zu arbeiten?

Bei einem zweitägigen Symposion von EIBOR und KIBOR (evangelisches und katholisches Institut für berufsorientierte Religionspädagogik) wurden diese Fragen aufgegriffen und in vielfältiger Weise beleuchtet. Die Vorstellung des gemeinsamen Projektes der beiden Institute zu diesem Thema bot neue und empirische Befunde. Zudem kamen zahlreiche ExpertInnen aus der Praxis sowie dem universitären Bereich aus dem In- und Ausland zu Wort und boten einen Einblick in Theorie und Praxis dieses spannungsgeladenen Themenfeldes.

Die Veranstaltung wurde von Prof. Schweitzer und Prof. Biesinger eröffnet, welche die TeilnehmerInnen im Namen von EIBOR und KIBOR herzlich zu dieser Veranstaltung begrüßten und durch den Nachmittag führten. Frau Hess-Maier von der Stiftung Ravensburger Verlag gab einen Überblick über vorhergegangene Projekte von EIBOR und KIBOR zu interreligiöser und interkultureller Bildung in Kindertagesstätten, die von der Stiftung Ravensburger Verlag finanziell unterstützt wurden.

Eine Analyse der theoretischen Verankerung und des (inhaltlichen) Stellenwertes interreligiöser Kompetenzen in der Ausbildung von ErzieherInnen wurde von Tobias Thanner vorgestellt. Er verwies darauf, dass Religionspädagogik nicht in allen Bildungsplänen als Pflichtfach verankert ist und nur in wenigen überhaupt eine Klärung des religionspädagogischen Auftrages stattfindet. Dipl.-Psych. Friederike Strohm berichtete über Befunde aus zahlreichen persönlichen Expertengesprächen und einer landesweiten Online-Umfrage zur Praxis der Vermittlung interreligiöser Kompetenzen. Die Wichtigkeit der interreligiösen Dimension nehmen die befragten Lehrkräfte durchaus wahr: In der Online Umfrage gaben über 70% an, dass die interreligiöse Dimension bei ihnen im Unterricht in allen oder den meisten Klassen eine Rolle spiele und 60% meinen, dass ihre Schülerinnen und Schüler auch im Alltag mit interkulturellen und interreligiösen Themen zu tun haben. Umso wichtiger erscheint, dass interreligiöse und interkulturelle Inhalte in allen Klassen und von allen Lehrkräften vermittelt und praktisch eingeübt werden.

Link zum Flyer der Veranstaltung



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